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Stresstest Stresstest ist männlich
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... vor einer Woche, am Samstag, gab es bei Lotto 6aus49 folgende Gewinnzahlen:

11.10.2014: 01 - 23 - 32 - 34 - 36 - 44

An sich nichts Spektakuläres, weil ein solcher "Drilling": 32-34-36 (Also eine mathematische Teilreihe mit der Differenz-2) ungefähr 3-4 mal im Jahr erscheinen wird - bei den knapp über 100 Ziehungen (Sa+Mi) im Jahr natürlich. Und als in der darauffolgenden Ziehung am Mittwoch ein weiterer "Drilling" dieser "sterilen" Sorte ermittelt wurde:

15.10.2014: 12 - 14 - 16 - 26 - 27 - 31

sagte ich mir, okay:

1 zu 36 x 1 zu 36 = 1 zu 1.296
1.296 : 105 (Zhg. pro Jahr) = 12,34 - ca. alle 12 Jahre.

Also auch keine große Sache bzw. Anlass sich deswegen aufzuregen. Zur Sicherheit hab ich noch die anderen Fälle in diesem Jahr ausfindig gemacht und hier sind sie:

15.01.2014: 06 - 22 - 39 - 41 - 43 - 49
26.07.2014: 14 - 26 - 28 - 30 - 33 - 38
11.10.2014: 01 - 23 - 32 - 34 - 36 - 44
15.10.2014: 12 - 14 - 16 - 26 - 27 - 31

Hochinteressant wurde es erst dann, als ich merkte, was nur zwei Tage später die Zufallsmathematiker von Lotto Hessen bei den Keno-Gewinnzahlen zusammengebastelt haben:

17.10.2014: 6-10-12-14-16-18-20-22-27-30-34-39-41-43-46-50-51-56-67-70

Nach dem Motto: "Was Lotto Saarland kann, das können wir schon lange", zauberte man in Wiesbaden gleich einen "Siebenling" aus dem Hut! Und dieser sterile "Siebenling" ist schon ein anderes Kaliber - statistisch betrachtet. Warum "steril"? Weil man dazu einen Pool von 17 Zahlen braucht, um diese 7 Gewinnzahlen so unterzubringen, dass keine andere Gewinnzahl hinten oder vorne dranhängen bleibt oder noch schlimmer - irgendwo dazwischen auftaucht und dieses schöne Konstrukt kaputtmacht. Ein i-Tüpfelchen bei dieser Kuriosität war der zusätzliche Keno-"Drilling": 39 - 41 - 43, der mit dem ersten Lotto-"Drilling" des Jahres übereinstimmte. Das hat mich an die Zeit erinnert, als Lotto Hessen statistische Wunder bei Keno wie am Fließband produzierte.

Ich hab einige Grundvoraussetzungen/Bedingungen berücksichtigt und die theoretische Häufigkeit für das Erscheinen eines Keno-"Siebenlings", der den Lotto-"Drilling": 12-14-16, beinhaltet und gleichzeitig einen der drei anderen oben erwähnten Lotto-"Drillinge" aufweist, ungefähr berechnet.

So, auf die Schnelle: für die restlichen 10 Kenogewinnzahlen (10 haben wir bereits für den "Siebenling" und den "Drilling" verbraucht) bleiben noch um die 44 von 70 Kenozahlen frei. Daraus ergeben sich: "44 über 10" = 2.481.256.778 10er Kombinationen. Dies mal 15 (weil: 5 infrage kommende "Siebenlinge" mal je 3 "Drillinge"):

2.481.256.778 x 15 = 37.218.851.670
"70 über 20" = 161.884.603.700.000.000
161.884.603.700.000.000 : 37.218.851.670 = 4.349.532
4.349.532 : 365 (Zhg. pro Jahr) = 11.916 - also... ca. alle 12.000 Jahre!!!

Warum erzähle ich das?
Um sich über Kenospieler lustig zu machen? Nein! Das macht jeder, der Keno von Lotto noch spielt, schon selbst!

Der traurige Grund hierfür ist ein anderer:

Mit diesem sog. Keno-Ziehungsgerät will man auch die Gewinnzahlen für die bereits genehmigte... DEUTSCHE SPORTLOTTERIE ermitteln!!! Mehr darüber im nächsten Beitrag.


Stresstest - "Großraum Krefeld"

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"Eine nicht manipulierte Lotterie ist in deinem Land leider nicht verfügbar!"
20.10.2014 01:02 Stresstest ist offline E-Mail an Stresstest senden Beiträge von Stresstest suchen Nehmen Sie Stresstest in Ihre Freundesliste auf
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Teil I

... der Wiesbadener Kurier schrieb am 17.05.2014:

"WIESBADEN - Die Fußball-Weltmeisterschaft ist passé. Nicht mehr zu erreichen. „Eigentlich wollten wir die Deutsche Sportlotterie zum Turnier starten, doch leider liegt die Genehmigung sechs Monate nach Beantragung immer noch nicht vor“, ärgert sich Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von Lotto Hessen. [...]

„Wir sind schwer enttäuscht. Jeder Tag ohne die Lotterie ist ein Verlust für den deutschen Sport und seine Athleten“, erklärt Sundermann, der nun fest einen neuen Starttermin im Auge hat: „Wir müssen zum Auftakt der nächsten Saison in der Fußball-Bundesliga Ende August loslegen, oder auch spätestens zum zweiten oder dritten Spieltag.“ Dafür müsste das Glücksspielkollegium, bestehend aus Vertretern der 16 Bundesländer, bei der nächsten Sitzung am 2. und 3. Juni seine Zustimmung erteilen. „Wir haben die besagten offenen Fragen beantwortet. Ich sehe keinen Grund, warum es jetzt nicht klappen sollte“, so Sundermann. Zum Beispiel habe das Finanzministerium wissen wollen, ob das Ziehungsgerät einen TÜV besitze. „Es handelt sich um das gleiche Gerät wie bei Keno, also ja“, erläutert Sundermann. [...]"


http://www.wiesbadener-kurier.de/sport/l...en_14146602.htm

(Hervorhebung von: Stresstest)

"Es handelt sich um das gleiche Gerät wie bei Keno [...]" - als ich das las, da läuteten bei mir sofort alle Alarmglocken. Die Hoffnungen von Lotto Hessen mit dem Kenospiel zur drittgrößten Lotterie aufzusteigen, sind vorwiegend daran gescheitert, weil man eben dieses Ziehungsgerät nutzt und jetzt will man mit demselben Gerät auch die neue Sportlotterie kaputtmachen? Nicht, dass jemand gleich denkt: "Mit dem Keno-Ziehungsgerät lassen sich keine Zufallszahlen generieren". Nein! Nur dies passiert äußerst selten. Ich kenne zwar nur eine einzige Keno-Ausspielung, die zu 100% solche Zufallszahlen zur Folge hatte, aber diese Ziehung gilt für mich als Beweis dafür, dass so was möglich ist. Das war eine Ziehung mit mehreren zivilen "Studiogästen", darunter mit: @Magga, einem User aus dem nicht mehr existierenden WeEf's Lottoforum, der gleich um die Ecke vom Hessenlotto-Firmensitz in Wiesbaden wohnte, eine Keno-Ziehung besuchte, über dieses Erlebnis 2006 schriftlich berichtete und kurze Zeit später vom Kenospiel Abschied nahm.

Was man über das vor bereits 10 Jahren eingesetzte Keno-Ziehungsgerät weiß und nicht weiß, versuche ich später einige Infos zu posten. Heute will ich euch an einem aktuellen Beispiel zeigen, wie die sog. Keno-Gewinnzahlen zusammengesetzt werden, und ob diese Zahlen irgendwas mit dem Zufall zu tun haben oder nicht.

Die etwas cleveren Keno-Spieler haben ziemlich schnell bemerkt, dass von den täglich ermittelten 20 Keno-Gewinnzahlen ca. 6 Zahlen auch in der nächsten Ausspielung als Gewinnzahlen erscheinen. Der genaue Mittelwert liegt bei 5,714 Zahlen und gilt nebenbei für alle 20 beliebig gewählte Keno-Zahlen von insgesamt 70, aber die Spieler haben es entschieden, dass man sich an die 20 zuletzt gezogene Zahlen orientieren soll und so wird es gemacht bzw. gespielt. Diese Kenospieler haben auch festgestellt, dass sich die ca. 6 Gewinnzahlen vom Vortag nicht immer in dieser Größenordnung wiederholen. Manchmal gibt es nur 4 oder 3 solche Wiederholer. Und wenn es Keno-Spieltage mit 3 Wiederholern weniger als im Schnitt gibt, dann liegt es in der Natur der Sache, dass es auch Spieltage mit 9 Wiederholern geben muss. Sonst wäre der Mittelwert von 5,714 Zahlen nix wert. Und darauf spekulieren/warten diese Spieler und freuen sich, wenn es so weit ist, weil dann kann man richtig "absahnen". Am besten schauen wir uns das genauer an:

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22.10.2014 00:55 Stresstest ist offline E-Mail an Stresstest senden Beiträge von Stresstest suchen Nehmen Sie Stresstest in Ihre Freundesliste auf
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Teil II

Vor drei Tagen am letzten Sonntag, den 19.10.2014, haben sich - passend für uns - exakt 9 Keno-Gewinnzahlen von der Samstagsziehung wiederholt. Warum am Sonntag? Weil am Sonntag ungefähr 30% Tipps weniger gespielt werden und die Zufallsmathematiker von Lotto Hessen weniger Arbeit damit haben, eine akzeptable Gewinnzahlenreihe zu berechnen. Quatsch, natürlich nicht! War nur ein Scherz. Die Zufallsmathematiker können an jedem Tag der Woche so was bewerkstelligen. Das lässt sich leicht überprüfen. Zum Beispiel: die vorletzte Keno-Ziehung mit 9 Wiederholern gab es am 12.10.2014 und das war... oh shit! Auch Sonntag. Naja... egal. Auf jeden Fall... als ich mich vor 7-8 Jahren mit Keno intensiver beschäftigte, da gab es 9 Wiederholer auch an anderen Wochentagen... ich schwöre es. Vor allem, weil damals keine Keno-Ziehungen am Sonntag veranstaltet wurden. Die Sonntage hat man erst Jahre später mit einbezogen.

So! Wo waren wir stehen geblieben? Achja, bei der Keno-Ziehung vom letzten Sonntag. Hier sind alle Gewinnzahlen vom Sonntag - die Wiederholer fett markiert. Und darüber auch die Keno-Gewinnzahlen vom Vortag:

Sa. 18.10.2014: 5,15,18,22, 24,27,28,29,........ 36,38,44,46,49,51,56,60,64,67,68,69;
So. 19.10.2014: 3,4,6,12,20,24,27,28,29,32,35,36,37,40,46,55, ...56,63,64,67;

Wir sehen hier, dass der erste Wiederholer ziemlich spät, weil erst ca. in der Mitte der dritten Dekade auftaucht: die "24". Und dass die vier Zahlen aus dieser Dekade: 24-27-28-29, vollzählig zu Wiederholern avancierten. Für diese "Übung" haben wir natürlich auch entsprechende Mittelwerte und der obige Fall liegt weit, weit, sehr weit darüber. Vergessen wir die Tatsache, dass bei Keno mit dem Spielformat: 20aus70 Zahlen, nur 2,857 Zahlen, also ca. 3 im Schnitt in einer Dekade (10 Zahlen) erscheinen und betrachten wir die 5 und 4 Zwanziger-Zahlen aus den obigen Sa. und So. einfach als... "von Gott" gegeben.

Mit 10 Zahlen (eine Dekade) lassen sich 210 vierstellige und unterschiedliche Kombinationen erstellen. Da aber in der Sa-Ziehung 5 Zahlen in dieser Dekade stehen, und "5 über 4" = 5 ist, dividieren wir 210 durch 5:

210 : 5 = 45 - also nur alle 45 Versuche wird man mit 4 Zahlen 4 Treffer landen, wenn einen Tag vorher 5 Zahlen in derselben Dekade gezogen wurden. Der Mittelwert für genau diese Übung liegt bei 2 Zahlen/Treffer:

5 x 0 Treffer
5 x 4 Treffer
50 x 3 Treffer
100 x 2 Treffer
50 x 1 Treffer

Insgesamt: 420 (Treffer) : 210 (Kombinationen) = 2 (Mittelwert)
Die tatsächlichen 4 Treffer/Wiederholer sind daher nicht nur sehr selten, sondern ergeben 200 % des Mittelwertes.

Gehen wir weiter.

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22.10.2014 00:59 Stresstest ist offline E-Mail an Stresstest senden Beiträge von Stresstest suchen Nehmen Sie Stresstest in Ihre Freundesliste auf
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Teil III

Die nächsten drei Wiederholer: 36-46-56, erwecken unsere Aufmerksamkeit, weil sie einen "Drilling" mit der Differenz-10 bilden sowie mit einer und derselben Endziffer "6" bestückt sind. Am Sa gab es drei davon und alle drei wurden am So mit nur 4 Zahlen: 6-36-46-56, als Wiederholer "abgeschossen". Bei Keno 20aus70 haben wir immer 7 Zahlen mit gleicher Endziffer von 0 bis 9. Und je Ziehung erscheinen im Schnitt nur 2 von jeder Endziffer. Den tatsächlichen Überschuss in diesem "Segment" von 3 Zahlen (7 statt 4) schenken wir uns auch und betrachten ihn als... gegeben. Die Häufigkeit für das Erscheinen einer solchen Wiederholer-Gruppe ergibt sich aus aller möglichen Dreier-Kombinationen mit 7 Zahlen: "7 über 3" = 35, geteilt durch "4 über 3" = 4:

35 : 4 = 8,75 Und die vorher berechneten 45 x 8,75 ergeben:

45 x 8,75 = 393,75 für die ersten 7 Wiederholer von 9.

Die letzten zwei Wiederholer: 64-67, erwartet man statistisch zwar alle 11,66 Ziehungen: 210 : 18 = [/b]11,66[/b] - wobei die 210 wieder für die Anzahl möglicher vierstelliger Kombinationen stehen, und 18 für die Menge der Fälle, wenn mit drei Zahlen aus dieser Dekade genau zwei Treffer/Wiederholer erzielt werden. Das vorläufige Endergebnis als Wahrscheinlichkeit:

1:45 x 1:8,75 x 1:11,66 = 1:4.591,12

Warum vorläufig? Weil die Zahlen: 64-67, bereits 6-mal in den letzten vier Wochen als Zahlenpaar ermittelt wurden und an diesem merkwürdigen Sonntag zum 7. Mal sich die Ehre gaben, was den Durchschnitt schon wieder deutlich übertraf und die naiven Keno-Spieler zusätzlich irreführte. Bei dieser 9er-Wiederholer-Gruppe gab es absolut nichts, was einigermaßen in der Nähe eines entsprechenden Mittelwertes liegen würde. Deswegen enttäuschend war auch die Anzahl der Volltreffer bei Keno-6, also dem Keno-Typ mit 6 Tippzahlen und einem Volltreffer, der bei 1 € Einsatz mit 500 € belohnt wird. Den Gesamteinsatz bei Keno-6 am letzten Sonntag schätze ich aufgrund von 5.826 Gewinnen in der niedrigsten Gewinnklasse mal die Treffer-Wahrscheinlichkeit von 1 zu 5,8681 auf:

5.826 x 5,8681 = 34.187 (Euro) und:
34.187 : 3.382,7654 (Wahrscheinlichkeit für 6 Richtige) =[b] 10,1 Volltreffer

Getroffen wurden nur... 6 - also 40% unter dem theoretischen Mittelwert. Wenn ein Spieler auf die anfangs erwähnte Weise Keno spielt und neun Wiederholer ermittelt werden, dann steigt "seine" Volltreffer-Wahrscheinlichkeit auf ca. 1:491 - mit nur einem gespielten Tipp wohlgemerkt. Bei 10 Spielreihen auf 1:49!!! Natürlich nur ohne Gewinnzahlen-Manipulation mit solchen Schikanen & Tricks wie oben beschrieben!!!


Ich weiß - ziemlich viele Zahlen und ein etwas zu langer Beitrag. Aber manchmal muss das sein. Ähnlich wie bei Kindern, die im gewissen Alter erfahren müssen/sollen, dass es den lieben Weihnachtsmann überhaupt nicht gibt.


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... "Mit Sicherheit zufällig!". So hat man das Keno-Ziehungsgerät vor 10 Jahren medial getauft.

Das Kenospiel wurde am 2. Februar 2004 als Gegenmaßnahme und Ablenkungsmanöver im Hinblick auf die Mehrstaatenlotterie "EuroMillions" (die nur elf Tage später startete) eingeführt. Und das neuartige Keno-Ziehungsgerät sollte vor allem die junge, computerbegeisterte Generation ansprechen und zum Zocken animieren. Die alten Zeitungsartikel über die Einführung der Keno Lotterie sind irgendwie verschwunden, deshalb einige Sätze darüber direkt vom Tatort, Wiesbaden, anlässlich des 10-jährigen Keno-Jubiläums:

"[...] Zuverlässig, zufällig, sicher - und ohne Strom

Die KENO-Pyramide bedeutete eine Revolution im Lotteriebereich, denn niemals zuvor wurde ein hochtechnisierter und hermetisch von der Außenwelt abgeschotteter Zufallsgenerator für eine Ziehung eingesetzt. Zuverlässig, zufällig und sicher liefert unsere futuristisch gestaltete blaue KENO-Pyramide nun schon seit 2002 täglich neue Gewinnzahlen. Ein Parallelrechner mit zwei Prozessoren und Solarpanels zur unabhängigen Stromerzeugung garantieren einen ausfallfreien Ablauf, sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr. [...]"


https://www.lotto-hessen.de/pfe/controll...=5&loc=de&jdn=5

Da hat man bei Lotto Hessen dermaßen feuchtfröhlich gefeiert, dass die Keno-Pyramide in diesem Beitrag bereits zwei Jahre vor der Einführung des Kenospiels - 2002 - irrtümlich in Bewegung gesetzt wurde. Ohne weiter zu nerven, zitiere ich jetzt eine Passage aus dem PDF-Dokument, welches bis dato die einzige fundierte Quelle hinsichtlich der technischen Beschreibung dieses Ziehungsgeräts war und ist:

"[...] Der Keno-Generator besteht aus Gründen der Fehlertoleranz aus zwei unabhängigen, baugleichen Rechnern, die über eine I2C-Schnittstelle internen Zustand und Daten synchronisieren können. Die Software wurde auf das FhG-FIRST-eigene Betriebssystem BOSS implementiert. BOSS wurde besonders für hohe Verlässlichkeit und Fehlertoleranzunterstützung entworfen. Jeder Rechner besitzt folgende Schnittstellen:
• ein Display, auf dem er die ermittelten Zahlen im 2-Sekunden-Takt ausgeben kann,
• einen Infrarot-Sender, um im 2-Sekunden-Takt Daten zum Visualisierungsrechner übermitteln zu können,
• einen Schalter, dessen Betätigung in einer ersten Phase die Ziehung und in einer späteren Phase die Übermittlung der Zahlen zum Visualisierungsrechner starten kann,
• zwei weitere Schalter um eventuell die Dauer einer Ziehung (mindestens 40 Sekunden) vorgeben zu können.
Weitere Schnittstellen besitzt der Keno-Generator nicht.

Der Visualisierungsrechner ist ein unter Windows XP laufender handelsüblicher Mini-PC, der mit zwei unabhängigen Infrarot-Kanälen und einer nach Fernseh-Standards modifizierten 3D-Grafikkarte ausgestattet ist. Er empfängt die Zahlen aus dem Keno-Generator und generiert eine 3D Animation für den Fernsehsender und für die Zuschauer.

Keno-Generator: Interna

Hard- und Software des Keno-Generators sind bewusst einfach gehalten, insbesondere, um die Verifikation und Prüfung durch den TÜV möglich zu machen [...]

Nicht-Manipulierbarkeit. Um eine Manipulation des Keno-Generators von auflen ausschlieflen zu können, sind lediglich drei Schalter als Bedienelemente vorhanden. Auf zu- und abgehende Kabel wurde grundsätzlich verzichtet. Die Stromversorgung erfolgt autonom über vorhandene Solarzellen. Die Daten Übertragung zum Visualisierungsrechner erfolgt - bewusst unidirektional - per Infrarot. Ist eine Ziehung vom Ziehungsbeamten erst einmal gestartet worden, kann sie nicht mehr unterbrochen werden. Der Keno-Generator ist in ein Plexiglas-Prisma eingeschweißt und kann nicht mehr berührt/verändert werden.

Validierung. Es wurden rigorose Tests der Hardware und


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code review von der TÜV Secure iT-GmbH des TÜV Rheinland Berlin Brandenburg durchgeführt, um Manipulationen an der Software oder Hardware ausschließen zu können, und etwa 24 Millionen Test-Ziehungen bescheinigen dem Keno-System höchste Zuverlässigkeit und eine nahezu perfekte Gleichverteilung der ermittelten Glückszahlen. Zusätzlich wurde eine formale Verifikation des Ziehungsablaufs unter Verwendung des Model-Checkers SMC durchgeführt. [...]"

http://www.montenegros.de/sergio/public/keno.pdf

Der für uns wichtigste Satz lautet: "[...] zwei weitere Schalter um eventuell die Dauer einer Ziehung (mindestens 40 Sekunden) vorgeben zu können."

Und ich gehe jede Wette ein, dass diese zwei weiteren Schalter/Knöpfe keine Idee von Sergio Montenegro, sondern ein ausdrücklicher Wunsch, oder genauer gesagt: Bedingung, seitens Lotto Hessen war. Nur mit einem, dem ersten Knopf, kann man dieses Ziehungsgerät gefahrlos bedienen/nutzen. Warum? Weil die zwei weiteren Knöpfe einen direkten Zugriff auf die Software und die Änderung der Werkseinstellung/Standardprogrammierung ermöglichen. Zwar lautet die Begründung hierfür nur:

"[...] zwei weitere Schalter um eventuell die Dauer einer Ziehung (mindestens 40 Sekunden) vorgeben zu können.",

He? Wie "die Dauer einer Ziehung vorgeben zu können"? Wozu? Um zwischen der Übermittlung zweier Gewinnzahlen einen Witz zu erzählen? Diese zwei Schalter sind eine einzige Nebelkerze und überflüssig wie... der P...l vom Papst!

Das Team des Fraunhofer-Instituts betreute dieses "Keno-Projekt" lediglich bis Ende 2005 - wenn ich mich richtig erinnere. Danach war dieser Auftrag erfüllt und erledigt. Angenommen, das Kenospiel hätte sich prächtig(er) entwickelt, die Tagesumsätze hätten die 1 Mio. Euro-Grenze dauerhaft überschritten und Lotto Hessen wäre nach 4-5 Jahren geneigt aus der Zusatzlotterie: Plus5 mit nur 5.000 € Höchstgewinn, eine Zusatzlotterie: Plus6 mit 50.000 € Höchstgewinn, zu machen. Was dann?

Und genau dieses Szenario haben wir jetzt! Will man für die DEUTSCHE SPORTLOTTERIE das Programm/Werkseinstellung der Software mithilfe dieser "zwei weiteren Schalter" erweitern - "eventuell"?

Wenn man mit diesen zwei ominösen Knöpfen die Anzahl der gezogenen Zahlen und auch den genauen Zahlenpool bestimmen kann, na dann... gute Nacht! Für die gestrige Keno-Ziehung hätte ich kurz vor 19 Uhr die Anzahl gezogener Zahlen auf 20 bestimmt und den Zahlenpool auf:

1-15-16-17-18-20-29-33-40-42-46-47-50-56-60-62-63-64-65-69,

begrenzt. Und ich garantiere euch, die gezogene Reihenfolge wäre... "Mit Sicherheit zufällig!"



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